Zur Abgrenzung des Zwingers wird ein zwei stöckiger Wehrgang in Richtung Innenhof errichtet. Er ermöglicht die Überwachung aller Besucher der Burg bei dem Weg über den Innenhof durch das Tor in den Zwinger. Außerdem schafft er eine Verbindung zwischen der Hauptburg und dem Münzturm.
Es werden für den Wehrgang größtenteils Bausteine in Steinfarben verbaut. Wobei auch schwarze und braune Steine für die Dachkonstruktion zum Einsatz kommen. Dabei werden zum ersten Mal schwarze Barren für den Schiefer auf dem Dach eingesetzt werden.

Die Konstruktion beginnt auf der größtenteils glatten Oberfläche der Tormauer. Dadurch kann der Wehrgang später abgenommen werden. In der Mitte des Ganges befindet sich ein Loch mit Metallgitter. Durch dieses kann das Tor direkt beobachtet und verteidigt werden. Die Mauer wird nach oben einen Stein in jede Richtung breiter. Dieser zusätzliche Platz wird im Inneren für die Aufbewahrung eines Speeres genutzt. Da der Gang an der hintern Seite am Berg endet, ist er nicht durchführend und kann nur durch den Münzturm erreicht werden.
Die äußere angesetzte Reihe Steine wird durch bogenförmige Verzierungen aus hellerem Sandstein gestützt, welche sich direkt über dem Tor befindet. Die Fenster in der teilweise schon etwas zerbröckelten Wand verjüngen sich nach außen hin und sind sehr klein gehalten. Dadurch hat man Innen einen größeren Bewegungsradius, kann aber von Außen schlechter gesehen und getroffen werden.

Der obere Wehrgang, der auch getrennt abnehmbar ist, kann von der inneren Burg erreicht werden. Dies sorgt für eine bessere Anbindung der Verteidigungsanlagen. Um einen schnellen Durchbruch der Angreifer zu verhindern, ist dieser Wehrgang aber nicht direkt mit den Zwingerhof oder dem unteren Wehrgang verbunden.
Für den Fußboden wurde statt dem dunkleren Holz der ersten Etage ein robusterer Sandstein wie auf den anderen äußeren Wehrgängen verwendet. An den Seiten befinden sich mannshohe Zinnen, um Deckung zu bieten. Davor werden Holzbalken eingebaut, um das Dach zu tragen. Das Dach selbst ist zwei geteilt, da der Wehrgang Richtung Münzturm ansteigt. Die Form ist deutlich flacher als vorhergehende Dächer. Vermutlich ist es stabiler und muss daher nicht so spitz gebaut werden. Außerdem werden die Kanten nach außen hin schmaler und sind abgerundet. Die typischen Blumen fehlen aber selbst bei einem neu gebauten Dach nicht.
Damit ist die Mauer zwischen Innenhof und Zwinger vollständig und hat ihre maximale Höhe erreicht. Merkwürdigerweise ist kein einziger Stein im Burg Blaustein Blau verbaut wurden. Vielleicht sind die hauseigenen Steinbrüche erschöpft?







